Einsamkeit im Lockdown muss nicht sein - Telefonbrücke

Der Corona Virus macht das soziale Leben digital.

Und schliesst damit alle aus, die mit den neuen Technologien nicht zurecht kommen.

Isolation älterer Menschen

Gerade Menschen in der Risikogruppe gehören häufig zu einer Generation, die ihr ganzes Leben ohne digitale Medien ausgekommen ist.

Hohe Hürden für Kommunikation

Nicht nur die zunehmende Digitalisierung, sondern auch ein zuvor bereits eingeschränktes Sozialleben machen eine selbstgesteuerte Kommunikation aus der Isolation häufig fast unmöglich.

Einfache Technologie vorhanden

Hier ist es wichtig, die soziale Interaktion mit Hilfe von bekannten Strukturen und Technologien einfach möglich zu machen, um die Lebensqualität zu erhöhen.

Mit der Telefonbrücke zum Kaffeklatsch mit social distancing

Die Idee hinter der Telefonbrücke

Sich auf dem persönlichen Wochenplan eine Übersicht über die angebotenen Aktivitäten verschaffen.  

Gewünschte Termine vormerken.

Sich zur entsprechenden Zeit mit dem Festnetztelefon oder dem Handy auf der angegebenen Telefonnummer einwählen.

Kaffee oder Tee bereitstellen, gemütlich hinsetzen, der Einführung des Moderators und den Gesprächen lauschen – oder gar aktiv mitgestalten.

Nächste Woche: Gleiche Zeit, gleiche Nummer – oder eine der weiteren Aktivitäten ausprobieren und am sozialen Leben auf Distanz aktiv teilnehmen.

Das Team hinter der Telefonbrücke.

Noah von Matt - Hackathon Teammember #VersusVirus
Noah von Matt
Nicole Heppler - Hackathon Teammember #VersusVirus
Nicole Heppler
Chantal Schmelz - Hackathon Teammember #VersusVirus
Chantal Schmelz
Joël Dougoud - Hackathon Teammember #VersusVirus
Joël Dougoud

Wir sind gemeinsam in ein 48-stündiges Abenteuer gestartet – und als bis in die Haarspitzen motiviertes Team herausgekommen.

Die Reise der Telefonbrücke nahm am #VersusVirus Hackathon ihren Anfang und soll die Lebensqualität vieler Älterer Mitmenschen in den kommenden Wochen – aber vor allem auch darüber hinaus – verbessern.

Die Digitalisierung und die Neuen Technologien bringen viele Vorteile. Wenn man gelernt hat sie einzusetzen. Das im hohen Alter – und vor allem in totaler Isolation aufgrund einer Pandemie – noch zu lernen, ist aber schwer und oft unmöglich. 

Doch gerade Menschen, die aufgrund ihres Alters oder allfälliger Altersgebrechen bereits schon vor dem Covid-19 nur noch eingeschränkt am sozialen Leben teilnehmen konnten, sollen mit der Telefonbrücke eine Möglichkeit bekommen weiterhin am Leben teilzunehmen.

Gemeinsam bauen wir eine Brücke aus der Isolation ins Leben.

Telefonbrücke - gegen die Isolation aufgrund digitaler Hürden

Häufig gestellte Fragen.

Warum braucht es die Telefonbrücke?

Gerade für ältere Mitmenschen ist es essentiell, dass digitales Wissen nicht darüber entscheidet, ob sie noch ein Sozialleben haben oder nicht. 

Gerade Menschen aus der Risikogruppe sollten im Lockdown nicht mit zusätzlicher Isolation abgestraft werden.

Die Technik ist vorhanden, das Bedürfnis nach Interaktion und Aktivität da – warum also nicht Altbewährtes in ein neues Kleid hüllen.

Auf welcher Technologie basiert die Telefonbrücke?

Auch im Zeitalter der Digitalisierung hat das Gespräch am Telefon nicht an Wert verloren. Gerade für Menschen, die einsam sind.

Die Telefonbrücke basiert auf einer bestehenden Telefonkonferenzlösung mit fix bestehenden (sich nicht ändernden) Telefon-Meetingräumen, die immer wieder unter der gleichen Nummer mit dem gleichen Teilnehmer-Pin angewählt werden können.

Kann jeder die Telefonbrücke nutzen?

Es ist unser erklärtes Ziel diese Möglichkeit allen zu geben, die sie nutzen möchten.

Ein erster, geschlossener Pilotversuch wird uns aber noch wichtige Erkenntnisse liefern und uns erlauben alle Vorlagen für die organisierenden Personen und Institutionen so zu überarbeiten, dass sich der administrative Aufwand nicht von einem regulär durchgeführten Wochenprogramm in einer Alterssiedlung, in einem Altersheim oder einer Pflegeeinrichtung unterscheidet. 

Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, dürfen Sie sich gerne bei uns anmelden.

Kann ich meine Oma anmelden?

Leider nicht gleich sofort.

In der ersten Phase sind wir auf die Mithilfe bestehender Pflegeinstitute, Alterssiedlungen und Altersheime angewiesen. 

Gerne dürfen Sie aber in einer solchen Einrichtung unser Projekt ansprechen oder Kontakt mit uns aufnehmen, wenn Sie weitere Informationen oder einen Austausch wünschen.

Wie können wir bei Telefonbrücke mitmachen?

Neben Organisationen, die die Möglichkeit der Telefonbrücke gerne bei sich testen möchten, suchen wir auch weiterhin freiwillige Helfer in der Administration und der Moderation von Senior*innen-Angeboten.

Haben Sie Interesse Ihre Organisation auf die Warteliste zu setzen? Dann melden Sie sich über untenstehenden Button bei uns.

Möchten Sie das Projekt in irgendeiner Form unterstützen? Dann bitten wir Sie ebenfalls mit uns Kontakt aufzunehmen.

Wann wird es die Telefonbrücke auch im Altersheim meiner Liebsten geben?

Das Projektziel ist es innert der nächsten zwei Wochen den ersten Pilotversuch in einem Alters- oder Pflegeheim durchzuführen. 

Danach rollen wir das Konzept zuerst in der deutschsprachigen Schweiz aus, bevor wir es dann auch in die anderen Sprachregionen bringen werden. 

Die Telefonbrücke hat während des Lockdowns einen grossen Nutzen. Wir sehen jedoch ebenfalls auch ein grosses Potential in der Weiterführung über die Zeit der Krise hinaus.

Heisst das, dass meine Pflegerinnen nun auch noch zu Telefonistinnen werden?

Der Aufwand für das Pflegepersonal soll mit der Telefonbrücke nicht anders sein, als wenn ein reguläres Wochenprogramm im Alltag des Betriebs stattfindet.

Überdies haben wir Vorlagen für Wochenpläne, Leitfäden für Gesprächmoderation am Telefon sowie weitere Informationen und technischen Support bei der Inbetriebnahme in die Wege geleitet. 

Müssen meine Bewohner*innen mit massiven Telefonkosten rechnen?

Wir sind hierzu in Verhandlungen, dass vor allem während der Zeit der Isolation ein solches Angebot nicht oder nur mit sehr geringen Mehrkosten verbunden ist.